Das monetäre System, die 6% Grenze und Sie

Eine Hauptaugenmerk, um sich vor Enteignung im monetärem System zu schützen, ist die Betrachtung der tatsächliche Inflation. Inflation ist das Werkzeug der Papiegeldkönige und wird eingesetzt zur Enteignung von Vermögenswerten. Unbegrenzt profitieren kann hierbei nur der, der die Möglichkeit hat, Geld nach belieben zu drucken und in Umlauf zu bringen. Deshalb gibt es eine Grenze, die angelegtes Kapital jährlich mindestens erwirtschaften muss, um Ihre Kaufkraft zu erhalten oder zu vermehren. Trotz steigendem Geldwert, verringert sich die Kaufkraft, welche Sie still enteignet, bzw. Sie Ihrer Vermögenswerte beraubt. Lassen Sie uns dazu folgenden Historienausschnitt betrachten :

Tabelle erklärend : Die rote, quergehende Linie zeigt die 3% Marke an und die einzelnen blauen Farbbalken den jährlichen Inflationswert. Der Inflationsschnitt beträgt 3,2 % pro Jahr. Mehr Geld = mehr Inflation und bei den vergangenen Rettungspaketen für Staaten und Bankhäuser (drucken von Geld), was denken Sie dabei, reduziert oder erhöht sich dadurch die Inflation !?

Alle Vorsorgesparmethoden, das gilt ausnahmslos und ist als Faustformel zu verstehen, die Ihnen weniger als 6 % Vermehrung erzielen, sprich Rendite im Jahr erwirtschaften, sind ein Minusgeschäft, für Sie und Ihr Geld. Auch sei erwähnt, dass diese Methode der Inflationsberechnung seit jeher fragwürdig ist, warum ? Ganz einfach deshalb, weil die rechnerisch richtige Methode mehr oder weniger aus dem öffentlichen Bewusstsein durch den imaginären "Warenkorb" herauszensiert wird. Die rechnerisch richtige Methode, die auch dem gefühlten tatsächlichen Inflationswert entspricht.

Zinssätze von 3 %  bieten maximal einen Kapitalerhalt. Durch Steuer, Gebühren und Inflation wird bei den derzeitigen Zinsen die Kaufkraft des angelegten Kapitals allerdings stark gemindert. Der Kapitalerhalt jedoch bedeutet Kaufkraftverlust. Deshalb ist es wichtig, sein Kapital durch Zinsen von 6 % und mehr zu schützen.

Doch sehen wir uns die Hintergründe etwas detaillierter an :

Das Bedürfnis nach Sicherheit ist das wichtigste Kriterium eines Anlegers bei der Auswahl einer Geldanlage. Trotz der Unsicherheit, die durch die täglichen Medien verbreitet werden, dürfen wir nicht vergessen, dass es sehr wohl sichere Alternativen gibt, auch wenn die Erfahrung eher gegenteiliges offenbart und Erträge von über 4 % jährlich als schier unmöglich abgetan werden. Da oft über die guten Dinge wenig geredet wird (auch zensiert wird), ist es kaum verwunderlich, dass diese Möglichkeiten weniger bekannt sind.

Bevor wir jedoch über sichere aber wenig bekannte Anlageformen sprechen, sollten wir uns die Bedeutung von Sicherheit genauer betrachten. Die meisten Antworten zu dieser Frage klingen zusammengefasst in etwa wie folgt :

Sicherheit bedeutet für mich, dass...

  • "keine Schwankungen auf mein Geld einwirken"
  • "ich in EURO angelegt habe"
  • "mein Geld auf einer Bank ist"
  • "mein Kapital gesichert ist, z.B. durch den Einlagensicherungsfond"
  • "Garantien ausgesprochen werden für mein angelegtes Geld"

Die Erklärung des Begriffes "Sicherheit" führt zu verschiedenen Aussagen und Schwerpunkten. Prüfen wir die Aussagen jedoch genauer, werden wir feststellen, dass diese Meinung und Glaubenssätze genau dem entsprechen, was allgemein als anerkannt und richtig gesehen wird. Dies geschieht meist unbewusst, ohne hinterfragt bzw. geprüft zu werden und wird meist über die Medien verbreitet und aufgenommen. (Man erinnere sich an Werbespots, die 2% - 5 % angepriesen werden)

Mit Sicherheit ist dies der Grund, warum gerade ältere Menschen größere Beträge genau dort Anlegen, wo die oben aufgeführten Schwerpunkte erfüllt sind und werden. Doch leider birgt diese Entscheidung, dort anzulegen, große Tücken. Denn Leider ist dies eine auf Desinformation und Falschberatung beruhende Illusion.

Denn Wahr ist :

...und dies sogar ganz sicher, dass Sie mit einer Spareinlage auf der Bank oder einer Lebensversicherung nicht einmal den Kapitalerhalt sicher stellen, von Vermögensaufbau ganz zu schweigen. Der Grund ist einfach. Durch Abzug der Steuern und Inflation ist die Kaufkraft im Minus. Veranschaulichen wir uns das Besagte an der folgenden Tabelle zum besseren Verständnis.


Ergänzend zur Tabelle:

Sie erhalten von Ihrer Bank einen Zinssatz von 4 %, mal angenommen. Um Ihr Geld für ein paar Tage bei den angenommenen 4 % anzulegen, ist das sicherlich so weit in Ordnung und attraktiv. Der Haken dabei ist, wenn Sie nun Ihr Geld mittel- bis lanfristig dort anlegen, gibt es nur eine Schlussfolgerung, "Sie sparen sich arm !". Wie Sie nun weiter der Tabelle entnehmen können, bleibt Ihnen nach Abzug von Inflation (3% pro Jahr) & Steuern (1,2% pro Jahr) eine tatsächliche Rendite von -0,2 % (pro Jahr). Das bedeutet für Sie, wenn Sie lange genug warten, werden Sie sicherlich einen ansehnlichen Betrag auf Ihrem Konto sehen, aber durch den Kaufkraftverlust auch weniger für Ihr Geld bekommen.

Ich denke dass wir uns da einig sind, wenn ich Ihnen sage, "Wir haben es verdient ein Mehr an Lebensqualität im Ruhestand zu haben". Ich finde den Gedanken höchst anstößig, zu arbeiten, Leistung zu erbringen und im Alter in Armut zu versinken. Ihr Geld spiegelt Ihre gespeicherte Arbeitskraft wieder und es gilt, diese Arbeitskraft für Sie über die Jahre hinweg bis zum Ruhestand (ver)mehrend für Sie aufzubewahren bzw. zu speichern.

Jetzt kommen wir an einen Punkt, an dem oft der Einwand kommt  "Es ist vielleicht keine großartige Verzinsung, doch bietet die Anlage bei Banken und Versicherungen wenigstens eine Garantie und damit eine 100 % ige Sicherheit, da ja die Anlage unter dem Schutz des "Einlagensicherungsfonds" ist".

Nun, ist dem wirklich so?

Lassen Sie uns diese Situation einmal objektiv betrachten, ohne die gängigen Meinungen. Angenommen, es rumpelt wieder im Karton der Finanzbranche, was zwangsläufig mathematisch nachweisbar immer wieder passieren muss, da die Ursache sich aus dem System selbst heraus gebiert. Dann würde folgendes eintreten, sämtliche Garantien müssten und würden nicht eingehalten werden, da keine Verpflichtung besteht diese einzuhalten. Was bringt uns eine Garantie, die keine Pflicht ist !?

Haben Sie sich jemals gefragt....

1. ...ob Ihre Bank im Einlagensicherungsfond Mitglied ist ?
2. ...und wenn ja, in welchem ? ( denn, es gibt mehrere ! )
3. ...wie viel im Einlagensicherungsfonds als Rücklage hinterlegt ist ?

Ist Ihnen bekannt, dass Sie keinen Rechtsanspruch auf Entschädigung haben ?
Gehören Sie zu den 1 % der Beratenen, die von ihren Bankberater darüber informiert wurde ?
Um Ihnen die Wahrheit näher zu bringen, schauen wir uns doch einmal an, was der Bankenverband hierzu zu sagen hat.

Der Grund, warum Sie keinen Rechtsanspruch auf Entschädigung haben hat praktische Gründe!

Hätten Sie einen Rechtsanspruch, würde der Einlagensicherungsfonds als Versicherung gelten. Er fiele dadurch unter die Versicherungssteuer und der Ablauf würde dadurch nicht nur komplizierter, sondern auch weit kostspieliger. Bei Gründung des Sicherungssystems hat deshalb der Bankenverband - mit Zustimmung des Bundesfinanzministeriums und der dafür zuständigen Aufsicht - darauf verzichtet, Ihnen einen Rechtsanspruch einzuräumen. "Der Einlagensicherungsfonds hat bisher in allen Entschädigungsfällen jeden Einleger entschädigt und sich zu keiner Zeit auf den nicht vorhandenen Rechtsanspruch berufen". (Quelle: FAQ auf www.bankenverband.de) "Einlagensicherung" wählen/ 10 Faq Punkt "Warum kein Rechtsanspruch"

...bisher wurden schließlich auch alle Einleger entschädigt. Was allerdings die künftigen Ansprüche angeht, lesen Sie bitte das folgende Zitat von Herrn Josef Ackermann (Deutsche Bank) auf die Frage zur Sicherheit und Garantie des Fonds aus Anlass der letzten Finanzkrise.

Zitat : "Aber sicher ist, dass die Größenordnung die hier im Spiel stand, den Einlagensicherungsfond überfordert hätte"...

Zusammenfassend kann gesagt werden : Keinen Rechtsanspruch, da sonst Versicherungssteuer anfallen würde, und somit "kostspieliger". Kostspielig bedeutet, dass  die "augenscheinliche Sicherheit" einer Garantie, ohne Rechtsanspruch, mit noch niedrigeren Zinsgutschriften ausgeglichen werden müsste. Wäre es tatsächlich so, wie die Sicherheit uns verkauft wird, würden wir indirekt und fast unbemerkt dafür bezahlen, unser Geld bei der Bank anlegen zu dürfen.

Wenn wir nun weiter gehen, kommt man zu folgender Schlussfolgerung : 90 % aller Deutschen legen Ihr Geld schlecht verzinst auf der Bank an, dafür bekommt man jedoch "Sicherheit", da ja…die Bank Mitglied eines Einlagensicherungsfonds ist…

  • uns aber auch keiner verraten kann, in welcher Höhe denn eigentlich eine Absicherung tatsächlich zur Verfügung steht !
  • der kostensparend ausgelegt ist und deshalb den Rechtsanspruch für Anleger ausschließt !

Da Sie keinen Rechtsanspruch auf Garantie und Sicherheit haben, stellt sich die Frage, warum es aber so formuliert und verkauft und herangezogen wird, niedere Zinserträge zu rechtfertigen ? Die einzige Garantie die Sie nun haben ist die, dass Sie nach betrachten der Tabelle erkennen können, dass Ihr Erspartes durch den Kaufkraftverlust poe a poe auf der Bank verpufft.

Dies zu verstehen ist außerordentlich wichtig, um sich aus den Fängen der schwarzen Schaafe auf dem Versicherungs - & Finanzmarkt zu befreien. Den roten Faden finden, der Sie behutsam zu dem "Mehr" im Ruhestand geleitet. Und genau für diese Herausforderung steht Ihnen Ihr privater Berater zu Seite.

Es sollte jedoch auch klar sein,...

  • es gibt keine 100 % ig sichere Geldanlage
  • gibt es unzählige Geldanlagen die 100 % unsicher sind

Mit diesem Verständnis kann jedoch begonnen werden, die 100 % igen Anlagen auszusondern und zu vermeiden. Zum Thema Sicherheit. Spätestens nach der letzten Finanzkrise sollte einem bewusst sein, dass auch die Banken keine 100 %ige Sicherheit bieten und bieten können. Ich möchte nicht die Versicherungs- und Finanzbranche schlecht reden, es geht lediglich darum, Sie wahrheitsgetreu zu informieren. Denn nur ausreichende Informationen können die Qualität von Entscheidungen und somit auch Sicherheit geben, die in diesen beiden Bereichen so ausserordentlich wichtig sind. Natürlich ist die Darstellung überspitzt dargestellt und dass alle Banken und Versicherungen allesamt auf einmal verschwinden außerordentlich gering. Doch leider ist es auch ein sehr verlustreiches Geschäft wenn hier investiert oder angelegt wird.

Auf den Punkt gebracht

Es kann mich mit JEDER Geldanlage ein Schiffbruch ereilen, so sieht die ungeschönte Wahrheit aus.

Ich möchte es den gewohnten Informationsquellen nicht gleich tun und Angst & Schrecken verbreiten, aber es sollte schon ehrlich und objektiv an die Sache herangegangen werden.
Auch gibt es verschiedene Risikoklassen, es gibt Anlagen für konservative, sicherheitsdenkende Anleger, für wachstumsorientierte Anleger und auch für risikofreudigere eher spekulativ veranlagte Anleger.
Doch das Geld kann in allen Bereichen verloren werden! Doch die einzige Frage ist die Frage der Wahrscheinlichkeit. Wenn Sie einmal mit Ihrem gesunden Menschenverstand darüber nachdenken, ist das auch nachvollziehbar. Alle Institutionen (Banken, Versicherungen, Emissionshäuser) sind Wirtschaftsunternehmen und deshalb auch nicht davor gefeit, in Schieflage zu geraten, aus welchem Grund auch immer. Aktuell sehen wir sogar Beispiele, dass selbst Staaten nicht hiervon verschont bleiben.

 

Gerne bin ich auch jederzeit persönlich für Sie da!

Peter Arthur Streitwein © 2012 - Impressum