Zusammenspiel von Inflation & Fiatgeld

Die Geldvermehrung im System

Beginnend bei der Inflation, ist diese auch sehr schnell und einfach erklärt – je mehr Geld im Umlauf, desto weniger besitzt es an Wert. Viele von uns freuen sich, wenn sie den stets steigenden Geldbetrag auf dem Konto sehen, nur was den wenigsten bewusst ist, ist die Tatsache, dass dieser Wert nicht dass preisgibt, was wir beim Betrachten darunter verstehen bzw. erhoffen. Denn eigentlich ist es die Kaufkraft, die das Maß unserer Freude ist, nicht der Geldwert oder Geldsumme.

Gehen wir nun etwas weiter und betrachten dieses Treiben im größeren Umfang. Wir stellen fest, dass sich die Summen bzw. Geldbeträge im Laufe der Zeit erhöhen, auf dem Bankkonto, in der Lohntüte usw.. Der Konsum wird angekurbelt, da jeder ein mehr an Geldbetrag zur Verfügung hat. Kurze Zeit darauf stellen wir jedoch gleichsam fest, dass die Preise des alltäglichen Bedarfes auch steigen. Firmen erhöhen die Preise um die Nachfrage zu reduzieren, Lieferengpässe dadurch zu vermeiden und erwirtschaften prinzipiell mehr Geld, das wiederum zu Investitionen und Lohnerhöhung führt. Dies wiederholt sich wieder und wieder und nach ein paar Monaten sind die Vorzüge des vermehrten Geldwertes dahin und ausgeglichen. Wir sehen daran, dass die Geldvermehrung nur kurzfristig anhielt und nun sogar übergeht, weniger an Waren und Dienstleistung dafür zu erhalten als ursprünglich. Dies ist Inflation in Aktion.

Genau betrachtet ist Geld nichts anderes als ein Kredit, mit der Verpflichtung, diesen wieder zu begleichen. Denn sieht man sich die Quelle der Geldschöpfung genauer an, stellt man fest, dass Geld durch Druck oder durch einen Giralwert entsteht. Geld wird immer durch einen Kredit in die Realwirtschaft gebracht und somit auch die Verpflichtung, diesen Betrag nebst Zinsen wieder zu begleichen. In sämtlichen Preisen sind somit Zins und Zinseszinsbeträge enthalten, die verteilt auf Alle, beglichen werden müssen. Um in Zahlen zu sprechen, müsste jeder von uns 400.000.- EURO gut verzinst auf dem Konto haben, um mit diesem Zinserlös die versteckten Zinseszinskosten zu neutralisieren. Da dies die wenigsten von uns haben, reduzieren wir durch den alleinigen Gebrauch von Geld unsere Kaufkraft. Zu diesem Wert gesellt sich noch die anfangs erwähnte Inflation  –  mehr Geld = weniger Wert. Da die Schöpfungssummen horrend größer gleich der Kredittilgung sind, steigt das tatsächlich im Umlauf befindliche Geld rasant an. Immer mehr Kredite werden aus der Quelle benötigt, um diese rasante Entwicklung des Wertverfalles zu bremsen. Jedoch ohne Erfolg, denn durch die Zinseszinslast ist es unmöglich geworden, die aufgenommenen Kredite auf absehbare Zeit  zu begleichen, was leicht bei den gegenwärtigen Staatsschulden zu erkennen ist. Würde Deutschland seine Schulden begleichen, wäre kein Cent mehr hierzulande im Umlauf, allein deshalb ist es schon unmöglich die Staatsschulden jemals zu begleichen. Denn um den Markt wieder mit dem entzogenen Geld aufzufüllen, würde man gleich einen Kredit aus der Quelle benötigen, verzinst versteht sich.

Diese Handhabe begünstigt lediglich denjenigen, der direkt an der Quelle günstiges Geld bzw. Kredit erhält. Alle folgenden teilen sich die bittere Last der Zinseszinsen aus der Quelle und die durch die Geldschwemme entstandenen Inflation. Diese verborgenen Lasten bewirken eine stetige Kaufkraftminderung. Der mathematisch errechenbare Zeitpunkt, ( steigende Differenz zwischen Geldmenge versus Kaufkraft ) an dem es zu einem Zusammenbruch des Systems kommen muss, liegt in etwa bei alle 63 Jahre.

Fiat Geld

Fiat Geld ist genau das, worüber wir im vorher gehenden gelesen haben. Es ist Geld, das nicht durch irgendeinen Sachgegenwert gedeckt ist, wie es bis 1971 der Fall war, sondern Geld, das giral ( elektronische Buchung ) oder Druck durch einen Beschluss geschöpft wird.

Die Verführung, immer neues Geld zu schöpfen, ohne der Absicht oder Möglichkeit, diesen Schöpfungskredit wieder zu begleichen, ist sehr hoch und wird heute auch im großen Stil angewandt. Nur leidet eben darunter die Realwirtschaft und der einzelne Anleger unter den leichtsinnig und durch große Verlockung entstandenen Schöpfungslasten. Es gibt nur eine Möglichkeit in diesem System, dem inflationären Treiben Einhalt zu gebieten und dies wäre die Reduzierung der Geldmenge durch anheben der Zinsen.  Da dies aber die Realwirtschaft an die Wand drücken würde, wäre dies ein sehr unangenehmer Gang, der sehr zögerlich umgesetzt wird, wenn man sich die aktuellen Leitzinsen der Zentralbanken ansieht. Deshalb bleibt auch nur eine Lösung, die sicherlich kommen wird, nämlich dir Rückkehr zur goldgedeckten Währung und Zulassung von Gold und Silber als anerkanntes Zahlungsmittel. Es gibt bereits viele handfeste Anzeichen, dass dieser Schritt nicht mehr lange auf sich warten lässt und habe auch schon aktuelle Anhaltspunkte unter "Goldanlage - faktische Entscheidungshilfen" aufgeführt.

Die Gefahr des Bargeldes

Prinzipiell kann behauptet werden, dass dieses System bankrott ist und es ist lediglich noch eine Frage der Zeit, wann es denn nun Änderungen gibt. Die nicht reparable internationale Schuldenkrise ist das Indiz schlecht hin, für das Ende des monetären Fiat-Geldsystems, denn die Zentralbanken sind gezwungen, immer mehr Geld zu schöpfen und erhöhen dadurch rasant die Inflations- bzw. Deflationsgefahr, je nach Flussrichtung des Kapitals.

Der Markt hingegen beobachtet die Zentralbankpolitik und ist sich der Auswirkungen von niedrigen Leitzinsen und Staatenrettungen vollkommen bewusst. Erkennen kann man dies an den steigenden Rohstoffen, Edelmetallen und auch Gold, denn hier bereitet man sich auf das vor, was unweigerlich noch kommt – "der Verfall der Fiatwährungen".

Staaten können durch Gelddruck nicht gerettet werden und in den nächsten Jahren ist ein Anheben der Leitzinsen über den tatsächlichen Wert der Geldentwertung ( Inflation ) aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich.

Deshalb mein Rat : Legen Sie Ihr Erspartes in Sachwerte an, in reale Werte und gleich so, dass man es Ihnen nicht wegnehmen kann wie uns die internationale Vergangenheit oft schon gezeigt hat und jüngst in naher Nachbarschaft auch praktiziert wurde, wenn Sie verstehen was ich damit meine.

Selbst die ersten Politiker sagen ganz offen

"Dass Ersparnisse und Renten wegen der ständig neuen Euro-Rettungsschirme bedroht sind"

Der FDP-Finanzexperte F. Schäffler (Mitglied im FDP-Bundesvorstand) lies so deutlich wie kein anderer Politiker zuvor besonnen verlauten, was den Bürgern droht : Ohne drakonische Einschnitte bei überschuldeten Staaten, eine Gläubigerbeteiligung und eine Ausstiegsmöglichkeit aus der Euro-Zone, ist am Ende das Sparvermögen von vielen Menschen in Frage gestellt. Die Einschläge kommen in kürzeren Abständen immer näher. Auch gibt es keine Staatsgarantie für Sparguthaben.Unzählige Analysen werden bewusst vorenthalten und vor allem die Rentner werden zu den ersten Opfern der Rettungspakete gehören, doch betrifft dies nicht nur die staatliche Rente.

 

Gerne bin ich auch jederzeit persönlich für Sie da!

Peter Arthur Streitwein © 2012 - Impressum